Die Trauma Tangente A1|zwischen Hamburg und Lübeck

Die Versorgungsstruktur für verletzte und verunfallte Patienten (zusammen „Trauma-Patienten“) variiert typischerweise mit unzureichender Koordination an den Grenzen von Stadt zu Land bzw. zweier Bundesländer, wie zwischen Hamburg und Lübeck mit der verbindenden Autobahn A1. Ziel dieses Projektes „Trauma-Tangente A1“ ist es, alle Trauma-Patienten dieser Region zukünftig besser und kostengünstiger zu versorgen und die Verletzungsfolgen zu verringern. Der hierfür nötige Aufbau eines regionalen Traumaverbundes umfasst zehn Leistungsbereiche.


Erstmalig kooperieren dabei spezialisierte Unfallversorger in unterschiedlicher Trägerschaft (Berufsgenossenschaft, Universität, gemeinnützige und private Träger) zur abgestuften Unfallversorgung, die sich ansonsten in einer scharfen Wettbewerbssituation zueinander befinden. Als Basisversorgung wird zwischen den Metropolen an der A1 eine Unfallchirurgie in der High-Volume-Klinik Manhagen in Trägerschaft der GSbG aufgebaut. Niedergelassene Ärzte und Rehabilitationseinrichtungen sind einbezogen; Telemedizin unterstützt die Vernetzung (Health-Technologie-Assessment angestrebt) und bringt die Hochleistungsmedizin in die FlächenRegion. Kompetenzkriterien und Versorgungsleitlinien zur Qualitätssicherung werden entlang der gesamten Kette der Traumaversorgung implementiert. Präventionsbeauftragte stellen einen umfassenden Maßnahmenkatalog mit Medienkampagne für die Region auf.


Die Unfallchirurgie wird als Integrationsversorgung nach § 140 a – d SGB V organisiert. Ins¬gesamt entsteht ein Wertschöpfungsnetzwerk mit neuen Beziehungen.


Durch die projektbegleitenden wissenschaftlichen Analysen der Patientenkarrieren im Regionsvergleich soll überprüft werden, ob das gemeinsame Ziel einer verbesserten Versorgung (Qualität, Effizienz, verringerte Arbeitsunfähigkeitszeiten, Berufs- und Erwerbsunfähigkeit) über mehrere Jahre erreicht wird. Bei Erfolg wird der Transfer auf das unfallchirurgische Netz Schleswig-Holstein bzw. deutschlandweit gestartet.

 

Probleme

  • Verbesserungsfähige Struktur für Unfall/Notfall
  • Abwanderung in teure medizinische Versorgung
  • Koordination bei Konkurrenz und Wettbewerb
  • Zuständigkeiten
  • Bis zu 20 km Fahrtstrecke zur chirurgischen Versorgung

 

Lösung

Highttech-Medizin für wohnortnahe unfallchirurgische Traumaversorgung via Kooperation und Telemedizin zu bezahlbaren Preisen im Traumaverbund mit regionaler Prävention von Verletzungen